Erste startet Saison mit einem 4:4

Das Fehlen von insgesamt 3  Spielern der Stamm-Mannschaft bedeutete nicht nur ein vermehrtes Hochrücken an den Brettern, sondern auch die Erfordernis nach zwei Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft. Die gegnerische Mannschaft hatte dieses Mal jedoch einen Spieler weniger, wodurch Frank Hammes kampflos gewann. Etwas später erhielt Wolfgang Rößler ein Remisangebot seines Gegners, welches er akzeptierte. Christian Gütschow  erhöhte nach einem erfolgreichen Angriff mit entscheidendem Materialgewinn auf 2,5:0,5. Arne Dörnbrack geriet im Mittelspiel sehr stark unter Druck. Nachdem es dem Gegner gelungen war, diesen Druck auch bis zum Endspiel aufrecht zu erhalten,  schwanden auch die letzten Verteidigungs-möglichkeiten, so dass Arne sich schließlich geschlagen geben musste. Ralph Wilczek versuchte zum Ende des Mittelspiels den Druck auf zwei gegnerische Bauernkonstellationen zu erhöhen. Zunächst gelang es dem Gegner diese Angriffsbemühungen abzuwehren. Jedoch vernachlässigte er bei schwindender Zeit einen wichtigen Zentralpunkt und büßte dadurch entscheidendes Material ein.  Frank Ackermann lehnte in einem etwas besser erscheinenden Läufer/Springer-Endspiel zunächst ein Remis ab. Nachdem sich aber die für einen Gewinn notwendigen Verbesserungen nicht ergaben, erfolgte etwas später dennoch eine entsprechende Punkteteilung. Mikhail Eltsin hatte eine sehr verschachtelte Position mit beidseitigen langen Bauernketten auf dem Brett. Nachdem der starke Gegner einen Königsangriff startete und die Position immer schwieriger wurde,  fiel zuletzt sogar das Fallblättchen von Mikhail, ein äußerst seltener Fall. Zu diesem Zeitpunkt schien aber auch ein ausreichender Vorteil des Gegners zu bestehen, so dass die Partie vermutlich auch nicht mehr zu halten war. Beim Stand von 4:3 verblieb noch Tilman Schülke, der in einer sehr taktischen Partie - mit für den Zuschauer wechselnden Chancenverhältnissen - beim Übergang in das Endspiel den Verlust von zwei Bauern hinnehmen musste, jedoch einen sehr aktiven Turm und das Läuferpaar als Kompensation bekam. Diese Kompensation war jedoch letztlich nicht ausreichend, da der Gegner seine optimale Figurenposition erreichen konnte und dadurch immer mehrere gefährliche Drohungen hatte. Da der Gegner keine Schwächen mehr zuließ, konnte Tilman die Partie dann letztlich nicht mehr halten, so dass der Kampf mit einem 4:4 endete.

Geschrieben von Frank Hammes