Erste gewinnt dramatischen Showdown gegen Rheydt

Felix Buchkremer hatte zwar zeitweise einen Bauern mehr, jedoch gelang es dem Gegner mit den aktiveren Türmen im Turmendspiel die Partie wieder auszugleichen, so dass Felix keine Gewinnmöglichkeiten mehr hatte und ins Remis einwilligte. Tilman Schülke geriet gegen seinen deutlich stärkeren Gegner mehr und mehr in die Defensive. Im richtigen Moment wickelte der Gegner in ein Turmendspiel ab, das für Tilman auch bei solider Verteidigung nicht zu halten war. Damit gingen die Gäste in Führung. Michael Glahn hatte in seiner Partie weder nennenswerte Vorteile noch Nachteile zu verzeichnen. Im Läufer-Springer-Endspiel sah es kurz so aus, als ob sein Kontrahent einen Bauern gewinnen könnte, aber Michael hielt die Stellung in der Waage, womit es 2:1 für Rheydt stand. Die Partie von Friedrich-Karl (Karlo) Hebeker entwickelte sich zu einem wilden, offenen Schlagabtausch. Letztlich hatte keiner der beiden Akteure das bessere Ende für sich, da das Match durch Zugwiederholung in ein Remis mündete. Auch Arne Dörnbrack hatte phasenweise eine wilde Position auf dem Brett, wobei sowohl die weiße als auch die schwarze Königsstellung sehr offen war. Arne hatte das glückliche, aber auch verdiente Ende für sich, da er seinen Gegner schließlich Matt setzte. Damit war uns der Ausgleich gelungen. Peter Juziak spielte eine solide, zunächst positionell angelegte Partie. Im Mittelspiel gelang es ihm dann aber, peu à peu die gegnerische Königsstellung zu öffnen und einen Angriff zu entfachen. Am Ende überschritt Peters Gegenpart die Bedenkzeit, so dass Peter uns zwischenzeitlich in Führung brachte. Frank Hammes, unser Mannschaftsführer, sah sich im Mittelspiel einem starken Angriff seines ebenfalls deutlich stärkeren Gegners ausgesetzt. Leider fand er die beste Verteidigungsmöglichkeit, die ihn noch ins Spiel zurückgebracht hätte nicht, so das am Ende der Gegner ein Mattnetz knüpfte, dem Frank nicht mehr entfliehen konnte. Damit stand es 3,5:3,5, und Mikhail Eltsin musste im Hinblick auf einen Punktgewinn  mindestens ein Remis erreichen. Im Endspiel stand Mikhails Gegner jedoch zwischenzeitlich etwas besser und wich einer möglichen Zugwiederholung aus Anschließend hatte er nach Einschätzung der Kiebitze die Möglichkeit durch ein schnelles Vorrücken seiner Bauern den Druck im Gewinnsinne zu erhöhen. Er entschied sich jedoch zunächst Mikhail Bauern anzugreifen, wodurch sich für ihn wiederum Gegenchancen ergaben. Beim letzten Gewinnversuch gab der Gegner schließlich seinen Läufer um die Stärke der  Freibauern  noch zu erhöhen. Mikhail merkte man die ganze Dramatik jedoch nicht an. In Seelenruhe gelang es ihm seinen Springer so zu postieren, dass die Freibauern etwas länger für den Einzug benötigten, so dass er seinen eigenen Freibauern als Erster zur Dame umwandeln konnte. Das spätere Matt war daraufhin die logische Folge. Die nervenangespannten Zuschauer konnten daraufhin wieder durchatmen und Mikhail zu  dieser nervenstarken Leistung gratulieren. Mit diesem 4,5:3,5-Erfolg ist uns der Klassenerhalt erfreulicherweise bereits zwei Runden vor Saisonende praktisch nicht mehr zu nehmen.

Geschrieben von Tilman Schülke