Erste verliert 2:6 beim Tabellenführer

Nun aber zum Spielverlauf: Armin Bier unterschätzte gegen den gegnerischen Mannschaftsführer eine positionelle Wendung, dessen Auswirkungen so stark waren, dass er die Partie letztlich nicht mehr halten konnte.  Frank Hammes hatte die besten Ideen leider erst in der Analyse. In der Partie geriet er in eine sehr gedrückte Position, welche der Gegner auch stark fortsetzte und sich damit auch den Sieg sichern konnte. Martin Zilkens hatte versucht den Raumvorteil des Gegners durch eine Blockadestellung zu egalisieren. Jedoch unterließ er dabei einen wichtigen Bauernzug, so dass es dem Gegner letztlich doch gelang in die Position einzudringen und diese für sich zu entscheiden.  Klaus Fischer  spielte eine Partie mit großem Springerwirbel, welche für den Zuschauer sehr interessant anzuschauen war. Beim Übergang ins Endspiel lösten sich jedoch alle  Verwicklungen auf und es kam zu einem Turmendspiel mit gleichen Bauern und letztlich einer friedlichen Punkteteilung. Auch die Partie von Friedrich-Karl Hebeker (Karlo) hatte sehr viel Analysepotential. Wärend Karlo mit seiner Dame und Springer am Königsflügel auf der Suche nach einem möglichen Matt war, stürmte sein Gegner mit seinen Freibauern dem Erreichen der Grundlinie und der Hoffnung auf eine Umwandlung entgegen. Aber auch hier gab es dann keinen Sieger, sondern die Partie endete schließlich mit einer Zugwiederholung und einem Remis. Mikhail Eltsin spielte eine solide Positionspartie und nutzte seine günstigere Figurenposition zum Erzwingen von Felderschwächen in der gegnerischen Stellung aus, was sich später auch noch zum Materialgewinn und dem Sieg der Partie erweiterte. Peter Juziak hatte einen Bauer für den Angriff geopfert und zunächst sah es so aus, dass er eine bessere Position erreicht hätte. Im weiteren Verlauf der Partie und Übergang in das Endspiel war dann jedoch nicht mehr genug Kompensation vorhanden, so dass der Gegner sich starke Freibauern bilden konnte und auch die Feinheiten nicht außer Acht ließ, sondern dieses sicher zu Ende führte. Damit war der Kampf für Kleve bereits entscheiden.  Michael Glahn kämpfte noch länger weiter, geriet aber nachdem er lange mitgehalten hatte,durch die bessere Figurenstellung des starken und bisher verlustpunktfreien Gegners sehr stark unter Druck und konnte sich am Ende nur zwischen Matt und Materialverlust entscheiden, so dass der Kampf mit 2:6 zu Ende ging und die Klever insgesamt auch verdient gewonnen haben, da sie an diesem Tag deutlich häufiger die besseren Züge gefunden haben.

Geschrieben von Frank Hammes