Spannendes 4:4 in Gerresheim

Es vergangen auch über 3 Stunden, bis das erste Resultat zu vermelden war. Felix Buchkremer hatte dieses Mal mit Markus Köhler einen Gegner, welcher eine knapp höhere DWZ hatte, als er. Dies ist an Brett 8 eher eine Seltenheit. Die Partie wurde von beiden Spieler auch sehr solide geführt und es endstand ein Damen-Läufer-Endspiel mit gleicher Bauernzahl, bei welchem der Gegner zwar leichte positionelle Vorteile hatte, diese jedoch letztlich nicht ausreichten, um einen Gewinn erzielen zu können, so dass es dann mit einer friedlichen Punkteteilung endete. Frank Hammes wurde von seinem Gegner sehr stark in die Defensive gedrängt, so dass er viel Zeit für eine passende Verteidigung benötigte. Nachdem er die stärksten Drohungen neutralisieren konnte und beim Gegner die Bedenkzeit ebenfalls weniger wurde, einigte man sich auch hier auf eine Teilung des Punktes. Peter Juziak spielte wieder sehr solide und konnte im weiteren Verlauf Vorteile erzielen. Nachdem der Gegner seine Zeitnot überstanden hatte, gab er sich angesichts des Umstandes, dass Peter inzwischen über eine Mehrfigur verfügte, schließlich geschlagen. Die Position von Mikhail Eltsin wirkte auf mich zunächst als etwas passiver, aber noch haltbar. Nach einem Turmopfer der Gegnerin, welches aufgrund anschließendem Matt abgelehnt werden musste, geriet Mikhail jedoch in ein verlorenes Endspiel, welches die Gegnerin auch sicher verwertete. Ralph Wilczek bediente sich mit seiner Dame an einem Bauer auf b7. In vielen Stellungenist so ein Einschlag häufig mit starkem Gegenspiel des Gegners verbunden. In diesem Fall gelang es Ralph jedoch, dieses Gegenspiel gering zu halten und denMehrbauern bis ins Endspiel zu behalten und in einen vollen Punkt umzuwandeln. Friedrich-Karl Hebeker hatte zunächst aufgrund der Einschätzung, dass er mehr erreichen kann, zwei Remisangebote seines Gegners abgelehnt. Jedoch ergaben sich nicht die für einen Sieg notwendigen Vorteile, so dass die Partie letztlich doch mit einem Remis endete. In der Partie von Arne Dörnbrack sah es nach eigener Aussage zunächst so aus, dass Arne gute Angriffsmöglichkeiten am Damenflügel hatte. Die gewählte andere Zugfolge führte jedoch dazu, dass die Gegnerin den Angriff parieren konnte und ihrerseits in Vorteil kam. Jedoch konnte sie den Vorteil nicht bis in Ziel retten und Arne konnte am Ende noch das Remis erzwingen. Nun stand es 4:3 und Tilman Schülke hatte das eher seltene Endspiel Turm gegen Dame auf dem Brett und versuchte noch die für ein Remis notwendige 50-Züge zu schaffen. Der Gegner behandelte das Endspiel aber sehr stark und Tilman hatte auch nur noch sehr wenig Restbedenkzeit, sodass die Niederlage zwangsläufig war und der Kampf mit einem 4:4 endete.

Geschrieben von Frank Hammes